Kann man das überhaupt?

Ja und nein.

Nein,

…weil Mutter und Kind ein einzigartiges Team sind und sich erst einspielen müssen. Das braucht Zeit und Geduld. Was bei Kind A super geklappt hat muss bei Kind B nicht klappen. Schon so mancher Säugling hat super an einer Brust mit Schlupfwarzen gesaugt, weil er (und Mama) einfach nicht wusste, dass es „ein Problem“ ist. Das Gute ist, dass sich die Kinder nicht DEN Idealbusen aussuchen können. Sie haben nur deinen. Den besten, schönsten, leckersten auf der ganzen Welt – egal ob er dem Schönheitsideal entspricht (du kannst dein Kind auch fragen, wenn es schon größer ist, kleine Kinder lieben „ihre“ Brust).

 

Ja,

…weil man sich wirklich vorbereiten kann. Gerade in der (ersten) Schwangerschaft hat man noch mehr Zeit dazu.

Es gibt einige Fragen über die man sich schon im Vorhinein Informieren kann:

Wo finde ich Hilfe, wenn ich sie brauche? Gibt es eine Stillgruppe in der Nähe? Kann ich eine Stillberaterin telefonisch erreichen?

Wer von der Familie kann mich unterstützen? Wie kann ich im Haushalt entlastet werden? Gibt es eine oder mehrere (Mama-)Freundinnen, mit denen ich einen „Clan“ bilden kann um uns gegenseitig zu unterstützen?

Wie will ich das „Wochenbett“ gestalten? (Nicht das Bett, sondern die Zeit ist gemeint, wobei das Bett die zentrale Rolle spielen sollte) Wozu brauche ich das überhaupt?

Wie ist der Umgang im Krankenhaus mit Stillen? Ist es (wirklich) stillfreundlich? Was heißt das?

Hat meine Hebamme eine Stillberatungsausbildung? Wie lange kann sie mich unterstützen?

Wann soll ich mein Kind das erste Mal anlegen?

Wie merke ich, dass mein Kind „richtig“ angelegt ist? Wie merke ich, dass es trinkt?

Wie lange und wie oft soll es Trinken damit es satt ist?

Warum ist es so oft an der Brust?

Wie groß ist der Magen meines Babys in den ersten Wochen?

Welche Stillpositionen gibt es?

Wie pflege ich meine Brust? Brauche ich wirklich spezielle Tücher?

Was ist mit Schnullern/Zuzzi/Lulis,…? Wann kann man die einsetzen? BRAUCHT jedes Kind einen?

Braucht jedes Stillkind Wasser/Tee?

…..

Man muss keinen Aufsatz darüber schreiben, es reicht schon ein bisschen nachzudenken, sich durch „die kleine Stillhilfe“ etc. zu lesen oder auf den Seiten von

AFS: www.oeafs-stillen.at       www.afs-stillen.de

La Leche League: http://www.lalecheliga.at

www.stillen.at      oder auf    www.still-lexikon.de

zu stöbern.

Stillen – ein guter Beginn/Information für Mütter und Väter“ in Deutsch, Kroatisch, Türkisch ist eine Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit: https://www.bmgf.gv.at/home/Service/Broschueren/

Vielleicht findet man auch empfohlene Videos auf youtube, damit man sich das  alles besser vorstellen kann. Wichtig ist, darauf zu Achten keinen versteckten Werbungen aufzusitzen. Die lieben Hersteller versuchen alles um ihre Produkte los zu werden. Eine Stillgruppe ist ein guter Anfang. Schwangere sind immer herzlich willkommen, auch wenn du dich vielleicht „fehl“ am Platz fühlst. Du hast ja eh dein Baby dabei. Es ist halt noch im Bauch 🙂

Stillen ist intuitiv – ja, für das Baby. Nein, für die Mutter. Die lernt das durch beobachten anderer Mütter und aus eigenen Erfahrungen. Oft hilft gut auf sein Bauchgefühl zu hören und nicht auf die Stimme „du sollst“ im Hinterkopf. Du musst nicht alles Wissen. Jede hat mal „klein“ angefangen. So ein Baby ist eine große Herausforderung in den ersten Monaten: Sorge gut für dich, dann kannst du auch gut für dein Baby sorgen.

Du hast bis hier her gelesen? Toll! Hier findest du die Möglichkeit DEINE Antworten zu notieren.

Schöne Kuschelzeit, wünscht die

AFS Stillberatung Langenzersdorf
© Mag. Susanne Dormayer 2018

 

Wie kann man sich aufs Stillen vorbereiten?
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